Die Bedeutung des Olivenbaums - Wirtschaft

Betrachtet man die wirtschaftliche Bedeutung des Olivenbaums, landet man schnell bei der Produktion von Olivenöl. Für die Holzproduktion spielt diese Baumart keine nennenswerte Rolle, da sie extrem langsam wächst und die knorrige Form für die Herstellung von Möbeln ungeeignet ist. Die Blätter des Olivenbaums werden zwar von echten Kennern zum Zubereiten einer Art Jungtrunks verwendet, jedoch handelt es sich auch da um eine zu vernachlässigende Größe. Wirtschaftlich wertvoll sind also allein die Früchte des Olivenbaums.
Die folgenden Daten beziehen sich zwar auf das Jahr 1999, haben sich jedoch in ihrer Relation untereinander nicht verändert und darum halten wir sie für repräsentativ. Im Jahre 1999 betrug die weltweite Produktion von Olivenöl 2,4 Millionen Tonnen, im Jahre 2007 waren es 2,8 Millionen Tonnen. Entsprechend nach oben verschieben sich also die zahlenmäßigen Angaben. Bei Zugrundelegung eines Handelspreises von 2.480 € pro Tonne Olivenöl wurde demnach 2007 eine Handelssumme von knapp 6.944.000.000€ erwirtschaftet.
Die Länder der Europäischen Union erzeugen davon 76%, andere mediterrane Nicht-Eu-Länder 20% und sonstige Länder 4%. Die EU spielt somit im Olivenölsektor die wichtigste Rolle. Hier ein hierarchischer Überblick der Olivenölproduktion nach Ländern und Tonnen sowie die Größe der Anbaufläche als Vergleich zur Produktivität:
(1 Tonne = ca. 1.200 Liter Olivenöl)
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Gesamtproduktion 2.373.500 |
Anbaufläche 4.552.130 ha |
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Spanien 789.000 |
2.239.000 |
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Griechenland 473.000 |
729.000 |
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Italien 397.000 |
1.147.000 |
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Tunesien 215.000 |
1.624.000 |
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Türkei 170.000 |
897.000 |
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Syrien 115.000 |
453.500 |
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Marokko 65.000 |
480.000 |
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Algerien 39.500 |
206.000 |
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Jordanien 21.500 |
91.000 |
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Restliche Länder 16.000 |
k.A. |
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Libyen 8.000 |
197.000 |
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Libanon 7.000 |
43.000 |
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Argentinien 6.500 |
58.000 |
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Israel 4.000 |
19.000 |
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Palästina 3.500 |
85.000 |
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Frankreich 3.500 |
20.000 |
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Zypern 2.000 |
7.600 |
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BR Jugoslawien 1.000 |
3.500 |
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USA 1.000 |
15.800 |
Vergleicht man die Produktionsmenge prozentual zur verfügbaren Anbaufläche, ergeben sich erhebliche Unterschiede in Bezug auf die Produktivität der einzelnen Länder. Die Ursachen hierfür mögen vielfältig sein, unter anderem können sie auch an den Olivensorten liegen, die eine höhere oder niedrigere Ölausbeute haben. Im Durchschnitt liegt diese Rentabilität zwischen 21 und 23 Prozent (aus 100 Kg Früchten entstehen also 21-23 Kg Olivenöl).
Importweltmeister von Olivenöl sind die USA mit knapp 160.000 Tonnen, unmittelbar gefolgt von Frankreich mit 66.000 Tonnen – ein deutlicher Beleg des Savoir-vivre der Franzosen. Nach Deutschland werden demgegenüber nur 20.000 Tonnen exportiert, auch wenn der Verbrauch dort seit einigen Jahren kontinuierlich ansteigt.
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