Arbequina

So heißt die in Katalonien am weitesten verbreitete Olivensorte. Sie wird auf einer Gesamtfläche von etwa 50.000 ha angebaut und ist nach der Gemeinde Arbeca, gelegen im Landkreis Les Garrigues, benannt. Sie ist weiterhin unter den katalanischen Namen Arbequí oder Arbequín bekannt. Über die ursprüngliche Herkunft ist man sich uneinig, ob diese Sorte im späten Mittelalter von den Templern auf die Iberische Halbinseln gebracht wurde, oder ob sie der Herzog von Medinaceli eingeführt hat. Jedenfalls handelt es sich bei der Arbequina um eine auffallend kleine Baum- und Fruchtsorte, die sich sehr gut an nährstoffarme Böden anpasst und kälteverträglich ist. Sie wird auch außerhalb Kataloniens in Aragón, Andalusien und Argentinien kultiviert. Weil der Baum in seinem Wuchs so ausgesprochen klein bleibt, eignet sie sich bestens für die intensive Anbaumethode und eine vollmechanische Ernte. Die kleinen Oliven wiegen zwischen 19 und 35 Gramm, sind sehr ölhaltig und ergeben eine exzellente Olivenölqualität mit einem extrem niedrigen Ölsäuregehalt von etwa 0,3 Grad. Allerdings weisen die Fettsäuren keine hohe Stabilität auf, weshalb ihr Öl sehr gefährdet für Oxidationsprozesse ist. Das Öl der Arbequina ist grünlich, schmeckt fruchtig und hat einen leicht bitteren Abgang mit einer pikanten Note.


Kategorie: A

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