Degustation

Darunter versteht man eine geruchlich und geschmackliche Verkostung. Im Falle von Olivenöl gibt es ein offizielles Protokoll des Internationalen Olivenölkomitees in Madrid, das diesen Vorgang bis ins kleinste Detail regelt. Genaueres dazu finden Sie unter dem Stichwort „Olivenöl – Degustation“. Hier seien nur die allgemeinen Grundregeln aufgeführt, die man mit wenig Aufwand selbst anwenden kann. Eine kleine Menge Olivenöl wird in ein bauchiges Glas gefüllt, zum Beispiel in einen kleinen Kognakschwenker. Das Glas wird in der Hand leicht angewärmt und dabei abgedeckt. Dann wird zunächst wird der Geruch geprüft. Danach wird das Olivenöl probiert, indem es wie Wein durch Atmen in der Mundhöhle verkostet wird. Dabei entfalten sich die primären Geschmacksstoffe. Schließlich wird das Olivenöl heruntergeschluckt, wo sich der sogenannte Abgang offenbart. Die geschmacklichen Attribute sind vielfältig; genaueres dazu finden Sie unter dem Stichwort „Olivenöl – Geschmack“. Um den Geschmackssinn für die folgende Degustation zu neutralisieren, empfiehlt sich ein Stück Apfel. Selbstverständlich muss das Glas wieder vollständig gesäubert sein, um die nächste Runde einzuläuten. Übrigens lohnt es sich, die einzelnen Olivenöle einmal sehr bewusst nacheinander zu degustieren. Erst dann schmeckt kommen die tatsächlichen Unterschiede zur Geltung, die nicht selten sehr überraschend sind.


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