Millenniumsbäume

Der Olivenbaum ist eine der langlebigsten Pflanzenarten. Seine Geschichte lässt sich bis in die Jungsteinzeit von 7.000 Jahren zurückverfolgen, wo die Landwirtschaft revolutioniert wurde. In den mediterranen Gebieten finden sich auch einige über zweitausend Jahre alte Exemplare. In Spanien findet man die ältesten Bäume auf Mallorca und in den Terres de l’Ebre. Viele davon haben sogar einen Namen. Zum Beispiel der Millenniumsolivenbaum Lo Parot, der über 2.000 Jahre alt ist und in Horta de Sant Joan steht. Sein Stamm ist 8 Meter hoch und hat einen Umfang von 15 Metern. Er ist als Monumentaler Baum deklariert und wird dementsprechend geschützt. Der Baum mit dem Namen Olivera del Pitó steht in Asco. Er gabelt sich in 1,80m Höhe in drei Hauptäste und misst im Stamm einen Umfang von 9 Metern. Seit 1937 trägt er leider keine Früchte mehr, denn er wurde nach starkem Frost falsch beschnitten. Davor gab es allerdings etwa 1.500 Kilogramm pro Ernte! In der Nähe von Mas de Barberans steht der Baum Olivera del Coll d’Avall, ebenfalls ein zweitausend Jahre alter Olivenbaum, der etwa 8 Meter hoch ist und 12 Meter im Umfang misst. Er zeichnet sich durch eine Aushöhlung in seinem Stamm aus, in die 10 Personen bequem hineinpassen. Viele dieser Millenniumsolivenbäume, die man ebenfalls in der Provinz Tarragona findet, sind noch in Produktion und ergeben teilweise 1.000kg Früchte pro Ernte. Manche Exemplare sind auch in Südspanien zu finden, zum Beispiel in der Provinz Jaén, wo der einzige Olivenbaum steht, der im Guinnes-Buch der Rekorde verzeichnet ist, weil er im Jahre 1960 850kg Früchte trug, was notariell bestätigt wurde. Er hat einen Umfang von 17,4 Metern.


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