Oliven – Anbauweisen

Man unterscheidet drei Anbauweisen: extensiv (weitgehend biologisch und mit einer Baumdichte von ca. 70-80 Bäumen pro Hektar), intensiv (chemisch und bedichtet mit 200-240 Bäumen/Hektar) und neuerdings superintensiv (brutal chemisch, 1.000-2.000 Bäume/Hektar). Diese ungeheuerlichen Differenzen weisen hinreichend auf erhebliche Qualitätsunterschiede je nach Anbauweise und -gebiet hin. Produktion In Spanien werden derzeit 262 Fruchtsorten der Olive angebaut. Man teilt sie nach der Häufigkeit ihres Vorkommens in drei Kategorien ein. Die Erste umfasst die verbreiteten 242 Fruchtsorten, wovon 5 reine Tafeloliven sind. Die verbleibenden 20 weiteren Sorten bilden die zweite und dritte Anbaukategorie. Pro Erntekampagne produziert Spanien auf 2.265.000 Hektar ca. 600.000 Tonnen Olivenöl, wovon 50% exportiert werden und ist damit weltweit der wichtigste Olivenölproduzent. Nur nebenbei bemerkt: Italien produziert ca. 127.000 t, also gerade mal ein Viertel. Vom gesamten spanischen Olivenöl sind dann, je nach Qualität der Ernte, nur ungefähr 10-20% Ausbeute an extranativem Olivenöl. Der Rest ist zunächst natives Olivenöl. Die Gebiete der Hauptfruchtsorten in Spanien werden in zehn Zonen eingeteilt. Man kann sagen, dass die weitaus größten Anbauflächen in Südspanien liegen. Die dortigen Zonen weisen Pflanzungen zwischen 200.000 und 300.000 Hektar auf. Je weiter man nach Norden kommt, desto kleiner werden die Flächen (55.000 – 85.000 Hektar). Die am Atlantik gelegenen Landkreise haben gar keine Olivenbäume. Diese zehn Gebiete sind gleichzeitig auch die Denominaciones de Origin (Herkunftsnachweise) der spanischen Olivenöle auf dem Verbrauchermarkt.


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