Olivenöl – Definition

Olivenöl ist zunächst einmal der reine Fruchtsaft, der aus dem Pressen der Olive gewonnen wird und ein pflanzliches Fett. Übrigens ist die Olive im Gegensatz zu allen anderen ölhaltigen Pflanzen die einzige Frucht, die in all ihren Teilen Öl enthält. Der Fettsäuregehalt von Olivenöl ist natürlicherweise zu ca. 15% gesättigt, zu 75% einfach ungesättigt und zu 10 % mehrfach ungesättigt. Dabei ist es einerlei, ob das Olivenöl extranativ oder nativ ist. Darüber hinaus enthält Olivenöl einzigartig wertvolle Bestandteile: Linolsäure als mehrfach ungesättigten Fettsäureanteil, Vitamin A, C, E, F und einen hohen Anteil an Antioxidantien, die gegen freie Radikale wirken. Ein ungefiltertes Öl enthält darüber hinaus auch noch wertvolle Mineralstoffe. Die geschmackliche Vielfalt von Olivenölen ergibt sich nicht nur durch die verschiedenen Sorten, sondern auch noch durch das Reifestadium der Frucht zum Zeitpunkt der Ernte. Beispielsweise hat das Olivenöl früh geernteter Früchte ein sanfteres Aroma als das von vollreifen Früchten. Eine weitere Besonderheit der Olive sind ihre organoleptischen Eigenschaften. Das heißt, die Olive nimmt den Geruch ihres Umfeldes in ihren Geschmack auf. Darum entstehen zum Beispiel Öle, die einen leichten Thymiangeschmack haben. All diese Faktoren verweisen auf eine reichhaltige Verflechtung, die insgesamt zum Geschmack und zur Qualität eines Olivenöls führen. Insofern ist der Vergleich mit dem Wein, der ebenfalls von diversen Faktoren abhängt, sehr passend.


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